Der Grundofen

Der Grundofen

Der Grundofen ist ein Wärmespeicherofen aus mineralischen Speichermaterialien, die an Ort und Stelle handwerklich gesetzt werden.

Was ist ein Grundofen?

Erinnern Sie sich an Omas Kachelofen! Aber lassen Sie sich nicht vom ersten Eindruck täuschen, denn ein massiver Grundofen ist alles andere als eine Antiquität. Sein Heizkonzept ist aktueller denn je und unterscheidet sich erheblich vom gängigen Kamin- oder Schwedenofen.

Was leistet ein Grundofen und was nicht?

Wenn Sie wissen möchten, wie ein Grundofen von seinem Prinzip her funktioniert, dann finden Sie witer unten im Text die Wirkungsweise ausführlich erklärt. Ein Grundofen erreicht während der Verbrennung im Brennkern Temperaturen von bis zu 1000° Celsius. Dadurch verbrennt das Holz beinahe ohne Rückstände und es fällt kaum Asche an. Er muss daher bei einer sachgemäßen Benutzung kaum gereinigt werden. Oftmals reichen schon zwei Reinigungen im Jahr.

Durch seine hohe Speichermasse kann ein Grundofen seine Wärme bis zu 24 Stunden und länger halten und muss dabei nur einmal aufgeheizt werden. Das ist effizient und spart Brennholz. Zudem wird so auch die Umwelt geschont.

Der Kamin dagegen mit seinem Kamineinsatz erwärmt zum Beispiel Luft. Diese warme Luft erwärmt den Raum schneller. Wärmespeicherung ist hier meist nur sehr gering.

Ein Grundofen heizt vornehmlich über die Strahlungswärme an seiner Außenseite. Diese Strahlungswärme verteilt sich besonders gut im ganzen Raum und fühlt sich obendrein noch sehr wohltuend auf der Haut an. Im Gegensatz zu reinen Konvektionsöfen entstehen bei einem Grundofen weniger Luftverwirbelungen im Raum. Deshalb sind solche Feuerstätten im Allgemeinen besser für Allergiker geeignet.

Jedes unserer Modelle ist ein echtes Unikat und muss nur noch an die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. Mit ein wenig handwerklichem Geschick können Sie einen Sanatherm-Grundofen problemlos selbst mauern.

Vorteile eines Grundofens

Angenehme Strahlungswärme, wenig Holzverbrauch, wenig Hausstaub durch niedrige Konvektion, permanente Raumtemperaturen, keine Luftumwirbelungen, lange Speicherkraft und zeitverzögerte Abgabe der Energie an den Wohnraum, wenig Asche, effiziente Verbrennung, hoher Wirkungsgrad, Umweltschonend und Langlebigkeit sind die Vorteile eines Grundofens.
Ein Grundofen sollte meist täglich geheizt werden, so haben Sie vom Vortag noch Wärme und heizen bereits für den morgigen Tag!

Nachteile von Grundöfen

Sehr träge (es sollte daher täglich geheizt werden), in erkaltetem Zustand ca. 2-3 Stunden Vorlaufzeit bis zur Wärmeabgabe, Beheizen mehrerer Räume bzw. Etagen durch die niedrige Konvektion meist nicht möglich, hohes Gewicht meist über 1000 kg, teurer in der Anschaffung (dafür aber langlebig und nachhaltig). Aber auch hier haben wir uns Gedanken gemacht und die Verfügbarkeit "schneller Wärme" durch unsere doch sehr großen Heiztüren realisiert.

Wie man sieht, überwiegen die Vorteile eines Grundofens!

 

Wie funktioniert ein Grundofen?

Der Name des Grundofens ist übrigens ganz banal daraufhin zurückzuführen, dass die Holzscheite direkt auf dem Grund des Ofens, auf dem Schamottestein, verbrannt werden. Anders als in dem Kaminofen (auch Schweden- oder Dänenofen genannt), wo das Holz auf einem Rost liegt und die Brennrückstände in Form von Asche in einem Aschekasten aufgefangen werden. Der Unterschied zwischen einem Grund- und einem Kachelofen ist oft nur der, dass bei einem Kachelofen heutiger Ausführung die Außenwände mit dekorativen Kacheln verziert sind. Der Innenaufbau ist der gleiche. Anders als bei anderen Öfen wird die Luftzufuhr bei einem Grundofen allein über die Ofentür geregelt. Die bleibt solange in einem gesicherten, leicht geöffneten Zustand, bis die Flammen zur Ruhe gekommen sind und von der Glut abgelöst wurden. Die Wärme der Rauchgase wird über die keramischen Züge an die Speicherwände des Ofens geleitet und strahlt  die Wärme gleichmäßig und angenehm über sehr viele Stunden ab.

 

Definition Grundofen

Vielfach wird auch eine Feuerstätte als Grundofen bezeichnet, welche keinen Feuerrost besitzt, da sie ausschließlich mit Holz befeuert wird. Die Holzasche sammelt sich auf dem Boden (Grund) des Ofens und bildet ein Bett für die Glut. In einem gut konstruierten Ofen verbleibt nach dem Abbrand des Holzes wenig Asche, so dass ein Grundofen mit ausreichend großem Feuerraum erst nach 50 oder mehr Feuerungen gereinigt zu werden braucht.

Typische Grund- oder Grundbrandöfen sind aus Schamottesteinen gemauerte Wärmespeicheröfen, welche den Aufstellraum zu einem möglichst großen Anteil durch die Abgabe von Strahlungswärme beheizen sollten. Im Gegensatz dazu erwärmt ein Luftheizungsofen oder Konvektor den Raum durch einen Warmluftstrom.
Ein Kohlefeuer braucht den Luftzug von unten, der durch einen Feuerrost ermöglicht wird, da der Verbrennungsvorgang aufgrund des hohen Heizwertes die Zufuhr von mehr Sauerstoff erfordert. Grundöfen werden ausschließlich mit naturbelassenem Hartholz befeuert.

Beim Verbrennen von Holz in einem Grundofen ist, wenn die Luftzufuhr gewährleistet ist, nach dem Auflegen der Scheite auf das brennende Anmachholz eine weitere Regelung der Luftzufuhr entbehrlich, weil sie sich durch den Verbrennungsvorgang selbsttätig regelt. Wird der Verbrennungsvorgang durch eine Drosselung der Luftzufuhr behindert, dann ist die Verbrennung nicht vollkommen mit der Folge, dass sich der Wirkungsgrad verschlechtert und Schadstoffe sowie Schäden an Ofen und Kamin entstehen können und die Brandgefahr erhöht wird, daher ist der Abbrand grundsätzlich mit maximal geöffneter Luftzufuhr zu vollziehen.

Wirkungsweise und Funktion

Je größer die Außenfläche des Grundofens (inklusive Rauchgasrohr), desto größer ist der Strahlungsanteil an der gesamten Wärmeleistung des Ofens.
Die Summe der Wärme abstrahlenden Flächen bildet die Grundlage für die entsprechende Heizleistung des Grundofens.

Wenn der Ofen als Einzelfeuerstätte die alleinige Wärmequelle darstellt, muss die Nennwärmeleistung des Ofens dem Wärmebedarf der zu beheizenden Räume entsprechen. Andernfalls werden Grundöfen als Zusatzheizung deklariert.

Ein Grundofen hat ein sehr träges Wärmeverhalten und erfordert lange Anheizzeiten. Ein fachgerecht gebauter Grundofen braucht meist zwei bis drei Stunden, bevor die Wärme an der Oberfläche spürbar wird. Je träger sich der Ofen verhält, desto länger kann er die Wärme speichern, so dass weniger häufig nachgeheizt werden muss. Ein Grundofen sollte meist täglich geheizt werden.

Vorteile

  • Wärmespeicherung bis zu 16 Stunden pro Schürvorgang
  • nur 1 - 2 Schürvorgänge täglich ( Schürintervall 10 Stunden )
  • angenehme und gesunde Strahlungswärme
  • System je nach Standort geeignet für bis zu 100 qm Wohnfläche
  • bis zu 75 % Brennstoffersparnis gegenüber herkömmlichen Kaminöfen
  • nur 2 x Ascheentleerung jährlich
  • starke Reduzierung von Hausstaub ( optimal für Allergiker )
  • keine trockenes Raumklima bei permanent gleichbleibender Raumtemperatur
  • erfüllt die Anforderungen der neuen Feinstaubverordnung BlmSCHV2

Was ist Strahlungswärme?

Heutzutage ist der Grundofen während der Heizungsperiode  immer noch  Hausmittelpunkt, denn aufgrund seiner Bauweise trocknet ein Grundofen das Raumklima nicht aus und wirbelt keinen Staub auf, was für viele Allergiker eine echte Erleichterung ist. Die Strahlungswärme des Grundofens erwärmt angrenzende Raumteile wie Wände, Fußboden oder Möbel und nur indirekt die Luft. Diese langwellige Wärmeausbreitung ähnelt der Sonnenwärme, die als sehr angenehm empfunden wird. Strahlungswärme ist aber nicht nur ein angenehmes Gefühl, sondern nachweislich gesund. Wärme beeinflusst unsere Gesundheit direkt, denn sie  hat Auswirkungen auf den Stoffwechsel, erleichtert die Durchblutung, fördert Sauerstoff, Nährstoffe, Antikörper und hilft bei der Ableitung von Zerfallsprodukten des Stoffwechsels. Fehlt dem Körper Wärme, wird er anfälliger für Krankheiten und das allgemeine Wohlbefinden sinkt. Schon bei einer Temperaturerhöhung um ein Grad, steigt der Energieumsatz um 17 Prozent.

Im Gegensatz dazu führt Auskühlung zu einem Unwohlsein und fördert die Infektionsgefahr, denn bei einer Auskühlung nimmt der Stoffwechsel ab, die Körperwärme ebenso und das Immunsystem fährt seine Schutzschilde herunter. Auskühlung kann durch ausgekühlte unf feuchte Räume passieren- sie entziehen dem Körper Wärme. Das kann auch bei hohen Lufttemperaturen passieren, wenn die schlecht isolierten Wände oder große Glasflächen kühl bleiben. Sogar bei 20 Grad Lufttemperatur in schnell aufgeheizten Räumen, kann dem Körper durch die noch kalten Wänden Wärme entzogen werden. Ein echtes thermisches Wohlbefinden will sich nicht einstellen. Das ist der Nachteil von Konvektionswärme, wie sie z.B. ein Kaminofen entwickelt, denn sie erhitzt nur die Luft, aber nicht die Gegenstände eines Raumes. Die Wände bleiben kühl und der Mensch darin ist diesen Temperaturunterschieden ausgeliefert.

 

Geschrieben von : FDE